Warum Biokohle
Grund 4: Biochar verfügt über eine Vielzahl von positiven Synergieeffekten, welche dem Klimawandel entgegen wirken.
Die Besorgnis über die möglichen Auswirkungen des Klimawandels ist erheblich und wächst. Unternehmen stehen zunehmend unter Druck, ihre Auswirkungen auf das Klima zu vermindern. Es wird allgemein angenommen, dass diese Massnahmen Kosten, womöglich sogar sehr hohen Kosten, verursachen. Biokohle hat jedoch das Potential, in bestimmten Sektoren den Kohlenstoff-Fußabdruck eines Unternehmens gewinnbringend zu reduzieren.
Der Schlüssel zur Umsetzung dieses Paradigmenwechsels ist ein wirksames und nachhaltiges Kohlenstoff-Recycling.
Weltweit absorbieren Pflanzen jedes Jahr 60 Milliarden Tonnen Kohlenstoff aus der Atmosphäre und verwenden ihn, um komplexe Kohlenhydrate und strukturelle Moleküle, alle basierend auf Kohlenstoff, zu erzeugen. Nachhaltiges Kohlenstoff-Recycling nutzt diese natürliche Fähigkeit zur Aufnahme von Kohlenstoff. Wenn Biokohle aus Pflanzenmaterial erzeugt wird, wird der Kohlenstoff aus den pflanzlichen Strukturen stabilisiert, damit er nicht wieder abgebaut und wieder in die Atmosphäre als CO2 gelangt. Die daraus resultierende, relativ sichere und dauerhafte Bindung von Kohlenstoff ist der wichtigste Weg über den Biokohle dazu beiträgt, den Klimawandel zu mildern. Aber es gibt andere Synergie-Effekte, die dadurch entstehen, wenn Biokohle auf landwirtschaftlich genutzte Böden ausgebracht wird.
Weil die Fruchtbarkeit der Böden und damit die landwirtschaftlichen Erträge erhöht werden, wird mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre absorbiert. Dieser zusätzliche Kohlenstoff wird in der Pflanze, sowohl in überirdischen als auch unterirdischen Teilen (mehr Wurzelmasse) gespeichert, die aus dem erhöhten Wachstum resultiert. Die oberirdische Biomasse wird zum potenziellen Rohstoff für Biokohle, während die Biomasse unter der Erde vorübergehend als organische Substanz im Boden festgesetzt wird.
Höhere Erträge aus gesunden Böden senken den Druck, Agrochemikalien mit hoher Kohlenstoff-Intensität einzusetzen, bremsen die Ausdehnung auf neue landwirtschaftliche Nutzflächen und vermindern dadurch Kohlenstoff-Emissionen aus der Rodung von Wald und anderen Formen der Landnutzungsänderungen. Dieser Faktor ist besonders relevant in tropischen Gebieten, wo der Kohlenstoffgehalt im Boden in der Regel sehr niedrig ist und wo Biokohle bewiesen hat, dass zwei- bis dreifach höhere Erträge möglich sind.
Es hat sich auch gezeigt, dass die Zugabe von Biokohle in bestimmten Fällen Lachgas- und Methan-Emissionen verringert. Beide Gase haben eine wesentlich stärkere Erwärmungswirkung in der Atmosphäre als CO2, so dass diese Ergebnisse von Bedeutung sind.
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